Die Financial Action Task Force (FATF) ist ein internationales Gremium, das 1989 gegründet wurde, um Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Bedrohungen des globalen Finanzsystems zu bekämpfen. Sie setzt Standards und fördert gesetzliche und regulatorische Maßnahmen in den Mitgliedsländern.
In Curaçao wird die Compliance von der Financial Intelligence Unit (FIU Curaçao) überwacht, die Dienstleister kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen. Zu den lokalen Gesetzen in Curaçao gehören:
LvMOT: Meldung ungewöhnlicher Transaktionen
LID: Identifikationspflichten bei der Dienstleistungserbringung
Wichtige Compliance-Anforderungen in Curaçao:
- Identitätsprüfung: Dienstleister müssen die Identität der Kunden anhand gültiger, originaler Ausweisdokumente überprüfen. Abgelaufene Ausweise oder Kopien werden nicht akzeptiert.
- Kunden im Ausland: Müssen beglaubigte Kopien des Ausweises und Dokumente aus dem Zivilregister vorlegen.
- Juristische Personen: Die Identität der juristischen Person sowie deren wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) muss anhand eines Handelsregisterauszugs und gültiger Ausweisdokumente festgestellt werden.
- Kundenprüfung: Erforderlich vor Beginn einer Geschäftsbeziehung oder Transaktion. Strenger bei Hochrisikofällen (z. B. PEPs oder entfernten Kunden).
- Herkunft der Gelder: Kunden müssen die Herkunft ihrer finanziellen Mittel bei Bedarf erklären und nachweisen.
- Laufende Überwachung: Dienstleister müssen Kunden während der gesamten Geschäftsbeziehung weiter überwachen und ggf. aktualisierte Informationen anfordern.
Kunden sind gesetzlich verpflichtet, bei allen Identifikations- und Verifizierungsverfahren uneingeschränkt mitzuwirken.